Erster Gesang
Eingang. Ein Eilbothe meldet dem Kaiser, die Schiffsmacht der Feinde sey gegen Barcellona im Anzug. Zugleich kommt Muley Hassan, der vertriebene König von Tunis, von ihm Schutz zu erflehen. Des Kaisers Abendgebeth im Dom zu Madrid. Die Stunde der Weihe. Muhamed in der Felsenhöhle des Aetna. Er erhebt sich mit seiner Geisterschar dem Hairaddin helfend zu nahen. Tön' o Heldengesang, die Waffenthaten des Kaisers Carol, die er vollbracht' auf dem wogenden Meer' und dem Festland, Als er vom schmählichen Joch tunisischer Räuber die Christen Lös'te mit Siegers Hand, Europa's zagenden Völkern Frieden errang, und dem Meer' erkämpfte die heilige Freiheit. Haben Unsterbliche jetzt, in der Stunde der Weihe, vor allen Mir das Auge berührt? Ich seh' urplötzlich der Geister Schauderumnachtetes Reich erhellt, und im freudigen Eilflug Zahllos schreiten einher die Heldensöhne der Vorwelt, Die in dem Schlachtengefild', entzweiet, die Völker empören; Sehe den Kaiser zuerst, im Sturm des Donnergeschützes, Werfen des Feindes Schiffheersmacht in den brausenden Abgrund; Dann ihn, laut umjauchzt von Tausenden, landen vor Tunis, Schimmern die Fahne des Siegs von Goletta, vom blutigen Schlachtfeld Fliehen den Feind, und dort in dem Staub die entfesselten Sclaven Knieen, und netzen des Retters Hand mit glühenden Thränen, Der, o Wonne, sie heim in das Vaterland, und entgegen Segnenden Lieben führt aus