Chapter

Erster Gesang

Tön’ o Heldengesang, die Waffenthaten des Kaisers Carol, die er vollbracht’ auf dem wogenden Meer’ und dem Festland, Als er vom schmählichen Joch tunisischer Räuber die Christen Lös’te mit Siegers Hand, Europa’s zagenden Völkern Frieden errang, und dem Meer’ erkämpfte die heilige Freiheit. Haben Unsterbliche jetzt, in der Stunde der Weihe, vor allen Mir das Auge berührt? Ich seh’ urplötzlich der Geister Schauderumnachtetes Reich erhellt, und im freudigen Eilflug Zahllos schreiten einher die Heldensöhne der Vorwelt, Die in dem Schlachtengefild’, entzweiet, die Völker empören; Sehe den Kaiser zuerst, im Sturm des Donnergeschützes, Werfen des Feindes Schiffheersmacht in den brausenden Abgrund; Dann ihn, laut umjauchzt von Tausenden, landen vor Tunis, Schimmern die Fahne des Siegs von Goletta, vom blutigen Schlachtfeld Fliehen den Feind, und dort in dem Staub die entfesselten Sclaven Knieen, und netzen des Retters Hand mit glühenden Thränen, Der, o Wonne, sie heim in das Vaterland, und entgegen Segnenden Lieben führt aus Schmach, und Qual, und Verzweiflung! O wie bebt mir die Brust: herauf aus den Tiefen des Herzens Strömt der Gesang, und kündet der Thaten erhab’ne Vollendung! Hoch auf dem Erker der Burg, im Duft der Acacienblüthen, Sanftumschimmert vom Abendgold, saß jetzo der Kaiser, Sinnend allein. Er dachte des eilegebiethenden Heerzugs; D’rüben vor Tunis der Schlacht, und des

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