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Trenck - Roman eines Günstlings

Der Kadett im Regiment Gardes-du-Corps, Friedrich Freiherr von der Trenck, stand inmitten seiner Quartierstube, die nichts weiter aufwies als zwei Betten und Tisch und Schrank und Stühle aus Tannenholz, und betrachtete seine neue Uniform. Deren Stücke lagen ausgebreitet auf einem der Betten, beleuchtet von zwei Kerzen, die der junge Herr rechts und links entzündet hatte, und ihre Pracht kontrastierte beinahe anstößig mit der kahlen Umgebung. Es lagen dort ein Rock aus scharlachrotem Samt, mit reicher silberner Fransenarbeit verziert und sowohl vorne als auf dem Rücken mit einem großen, leuchtenden Silberstern bestickt, ferner ein Hut aus feinem, schmiegsamstem Filz mit breiten silbernen Tressen und hochragender schneeweißer Feder, silberne Sporen, eine silberne Feldbinde und, als Hauptstück, ein eleganter Küraß, ein Brustharnisch, der völlig mit massivem Silber überzogen war und ganze Strahlenbündel, ein wahres Feuerwerk von Silber, in die braune Freudlosigkeit der Kommißkammer hinaussandte. Es war der Hochbegriff einer Galauniform, stoffgewordener Traum eines Knabenherzens, und der hier im Hemd, Kniehosen und Strümpfen vor seinem Bett stand und den Schatz enthusiastisch betrachtete, war denn auch beinahe ein Knabe, wenig über siebzehn. Er war ungewöhnlich groß und vom vollkommensten Wuchs, in den Schultern breit, schmal in den Hüften, Hände und Füße stark und doch adelig

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