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Einleitung in das Werk, oder Küchenzettel zum Gastmahle.

Einleitung in das Werk, oder Küchenzettel zum Gastmahle. Ein Schriftsteller muß sich nicht sowohl als einen wohlhabenden Mann betrachten, der ein häusliches oder mildthätiges Gastmahl ausrichtet, sondern vielmehr als einen Mann, der einen öffentlichen Speisetisch hält, an dem jedermann für sein Geld willkommen ist. Im ersten Falle gibt, wie bekannt, der Herr Patron des Gastmahls, was ihm selbst gefällt; und wäre das auch schlecht und nichts weniger als nach dem Geschmack seiner Gesellschaft, so dürfen seine Gäste doch nicht klagen; vielmehr zwingt sie die gute Lebensart, alles, was ihnen vorgesetzt wird, zu loben und gut zu finden. Bei einem öffentlichen Gastwirt aber verhält sich das Ding ganz umgekehrt. Leute, welche ihre Mahlzeit bezahlen, wollen ein für allemal ihren Gaumen befriedigen, so lecker und verwöhnt der auch sein mag; und wenn sie nicht ein jedes Gericht nach ihrem Geschmacke befinden, so wollen sie sich das Recht nicht nehmen lassen, zu tadeln und auf Wirt und Koch zu schelten und zu schimpfen. Um also ihren Kunden keine Gelegenheit zu solchem Mißvergnügen zu geben, haben die ehrlichen und vorsichtigen Gastwirte den Gebrauch eingeführt, daß jeder Gast, wie er ankommt, auf einem Küchenzettel die Gerichte angezeigt findet, welche zu haben sind, damit er, nachdem er weiß, was die Küche vermag, entweder bleiben und sich mit dem, was da ist, gütlich thun, oder sich

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