Der Fasching-Wettstreit
Vor einigen Jahren kamen am Morgen des heiligen Dreikönigstages vier Leute aus Szatmar zu einem sonderbaren Wettstreite überein. Der Gegenstand desselben war: – am ersten Tage des Fasching in Szenyer-Varallja den Tanz zu beginnen und an demselben bis an den hellen Morgen Theil zu nehmen, hierauf den schellenbehangenen Schlitten zu besteigen, nach Szamostelek zu fahren, dort den anbrechenden Tag ebenfalls tanzend zu begrüßen und wieder ohne Aufenthalt hinüber nach Aranyasmegyer, dort das Tanzen fortzusetzen, sodann wieder mit einem Dorfe weiter, Ugocsa, Bereg, Zemplen zu berühren, Szabolcs, Bihar durchzutanzen und all diese sechs Komitate ohne einen Moment des Ausruhens zu absolviren. Die Bedingungen des Wettstreites waren die folgenden: kein bekanntes Haus auszulassen, in welches einer der Vier einzutreten wünscht, keinen Tanz von einem Andern beginnen zu lassen und keinen vor einem Andern zu beenden, jeden Toast zu erwidern und niemals einen Tropfen Wein im Glase zu lassen, während des ganzen Faschings in keinem Bette zu schlafen, sondern nur im Schlitten sitzend, auf der Fahrt von einem Dorfe ins andere und endlich bei unvorhergesehenen Abenteuern, wie da sind zum Beispiel Duelle, Liebesintriguen und dergleichen, einander aufs Fidelste zu unterstützen, da solche Eventualitäten in Folge dessen, daß niemals länger als ein Tag in einem Dorfe verweilt werden durfte, sehr rasch