Kapitel 1
Ungeduldig wartend saß Jim Bartholomew in Stiefeln und Sporen auf der Ecke des großen, schweren Eichentisches und beobachtete die Uhr auf dem Kamin. Er sah noch sehr jung aus, war aber bereits Direktor der wichtigsten Zweigniederlassung der South Devon-Bank. Sein Vater war vor seinem Tod Generaldirektor des ganzen Unternehmens gewesen und hatte wahrscheinlich dafür gesorgt, daß sein Sohn so frühzeitig diese gute Position erhielt. Es gab ja wohl Leute, die in Jim nur den gutgekleideten jungen Mann sahen, der elegante Pferde liebte und ausschließlich Interesse für Fuchsjagden und Vergnügungen hatte. Sie hätten aber ihr Urteil über ihn geändert, wenn sie einmal geschäftlich mit ihm zusammengetroffen wären. Er sah auf seine Taschenuhr und seufzte. Es lag wirklich kein Grund vor, pünktlich bis zum Schluß der Bürostunden zu bleiben, denn gestern war in Moorford Markttag gewesen, und heute morgen hatte er den baren Kassenbestand mit dem Zug nach Exeter gesandt. Aber Jim genierte sich vor seinem Assistenten. Dieser Mann amüsierte und ärgerte ihn zugleich. Einerseits bewunderte er die gewissenhafte Pflichterfüllung Stephen Sandersons, andererseits regte es ihn auf, wenn der Angestellte die Bankvorschriften zu wörtlich und buchstäblich auslegte. Er sah noch einmal auf die Uhr, nahm die Reitpeitsche vom Tisch und trat in das Büro seines Assistenten. Stephen Sanderson schaute auf, als der