Chapter

Erste Szene

(1905) Αμὴν λέγω υμι̃ν ότι αι πόρναι προάγουσιν υμα̃ς εις τὴν βασιλείαν του̃ θεου̃ ο ’Ιησου̃ς. (Math. 21, 31.) Personen: Der Marquis Casti Piani. Fräulein Elfriede von Malchus. Herr König. Lisiska. Drei Mädchen. Szenerie Ein Zimmer mit verhängten Fenstern, in dem einander gegenüber zwei rote Polstersessel stehen. Im rechten sowie im linken Proszenium befindet sich je eine kleine Efeuwand, hinter der sich jemand verbergen kann, ohne gegen die Zuschauer verdeckt zu sein und ohne von der Bühne aus gesehen zu werden. Hinter diesen Efeuwänden stehen zwei rotgepolsterte Hockerl. Mitteltür, Seitentüren. Elfriede von Malchus sitzt in einem der Polstersessel. Man sieht ihr an, daß sie sich unbehaglich fühlt. Sie trägt ein modernes Reformkleid, dazu Hut, Mantel und Handschuhe. Elfriede: Wie lange will man mich hier noch warten lassen! (Lange Pause, in der sie unbeweglich sitzen bleibt.) Wie lange will man mich hier noch warten lassen! (Lange Pause wie vorher.) – Wie lange will man mich hier noch warten lassen! (Nach einer Pause erhebt sie sich, zieht den Mantel aus und legt ihn über den Polstersessel, nimmt den Hut ab und legt ihn auf den Mantel. Darauf geht sie in sichtlicher innerer Erregung zweimal auf und ab. – Stehen bleibend): – Wie lange will man mich hier noch warten lassen! Auf ihr letztes Wort tritt der Marquis Casti Piani durch die Mitteltür ein. Er ist ein Mann von hoher

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