Vorwort
Ferdinand Freiligrath in Liebe und Verehrung gewidmet. Inhalt. Vorwort Anno 1350 isz düsze Steen upgehaven, Tiele Ulenspegel lehnent hierunder begraven Mercket wol un dencket dran, wat ick gewesth up Eren, Alle de hier vorüwer gahn, möten mie glick währen. »Hier ruht . . .« den kenn' ich nicht; von allen Steinen Auf diesem Kirchhof such' ich nur den einen, Darauf sein Bild, verwittert, und die Schrift – Es ist nicht leicht, sie heute zu entziffern – Den wunderlichsten nennt von allen Schiffern, Die je des Lebens Ozean durchschifft. – Der ist's! Da lehnt in Frieden lange schon Till Eulenspiegel, eines Bauern Sohn. Da klopf' ich an: Till! Till! kannst du mich hören? Bei deinem Kauz! laß dich heraufbeschwören, Ich bringe dir, so ich versprach, mein Lied Von unsrer Fahrt durch aller Wege Gleise, Wie du mit losem Mund in Ton und Weise Es mich gelehrt, ich bin für dich der Schmied, Der es in Reim mit Kling und Klang geschweißt; Ist Geist darin, so ist's von deinem Geist. Traf ich ihn wohl? sprüht wohl von ihm ein Funken In meinem Sang? hab' ich mir Kraft getrunken Aus jenem Zauberbecher, der den Witz, Den Spott, die Lebenslust, gefirnt mit Wahrheit In einem Trank enthält von lautrer Klarheit, So hell wie deiner Schelmenaugen Blitz? Weht um den Dorn, der manche Wunde sticht, Auch wohl der Rose Duft durch mein Gedicht? Hier werf' ich's hin, halb keck und dreist, halb schüchtern, Was