Peterl
Peterl ist ein niedliches Geschöpf. Es ist gerade so groß, daß man es in einer Satteltasche über Land bringen könnte. Freilich würde sein schöner langer Schwanz bis an die Kruppe des Reitgauls hinschwingen. Das aber ließe Peterl, das seinen schönen Schwanz sehr liebt und sehr an ihm hängt – – ja wahrhaftig, es hängt an ihm, denn er ist fast doppelt so lang als das ganze Männchen, – das ließe es nicht zu. Viel lieber wirft es den Schwanz in graziösem Schwung um die Schultern und hüllt sich darein. Peterl hat eine schlanke Gestalt, und sein feiner Pelz ist über dem Rücken schwarz mit einem rötlichen Schimmer. An den Beinen hat es graue Flecken, wie die Eier mancher Wildhühner, und der kleine magere Bauch ist schön weiß. Wunderlich ist Peterls Gesicht. Der weiße Bauchpelz hört erst über den Augen auf, und der schwarze Rückenpelz zwickelt sich über den Kopf bis an die feine Schnobbernase hinab. Um das kleine Maul ist das furchtsame Lärvchen nackt und dunkel. Und weil die Augen auch dunkel sind und groß in großen Höhlen liegen, sieht es aus wie ein Totenköpfchen. Es hat aber gar nichts mit Tod und Gerippe zu tun, sondern ist überaus lebendig und zierlich, und der deutsche Farmer, der es im Urwald am La Plata fing, behauptet, es sei ein Affe. Er hat ihn Peterl genannt, was freilich für ein so undeutsches Wesen, wie Peterl ist, und in solch fernwestliche Landschaft nicht paßt. Aber