Das Gut und seine Bewohner
Vermutlich war das Gut entstanden, wie die meisten großen Besitzungen in allen Ländern und zu allen Zeiten: durch das Recht des Stärkeren; vielleicht durch mehr oder minder erzwungene Heiraten oder durch ehrlichen Kauf; vielleicht aber auch durch Überlistungen, Betrügereien und andere Niederträchtigkeiten; wir wissen es nicht mehr. Vor zweihundert Jahren war es ein sehr umfangreiches Besitztum. Der Haupthof lag damals, wie noch heutigen Tages, am waldbekleideten Bergeshang über der Stadt. Und die ganze Stadt kann man von dort überschauen, sowohl die Altstadt diesseit des Hafens wie die Neustadt drüben auf der Landzunge, die den Hafen gegen das Meer schützt. Doch liegt die Landzunge nicht offen vor dem Meere selbst: es befinden sich dort Inseln und Schären, und zwischen diesen Inseln und Schären haben sich zwei Einfahrtssunde gebildet. Dies alles und eine weite Meeresfläche überschaut man vom Gute aus. In noch weiterer Ferne gewahrt man rechts den Elv, der sich schäumend zwischen seinen Lehmufern in den Hafen stürzt. Einst gehörten der Elv und alle Anlagen an seiner Mündung zum Gute; ebenso der ganze Grund und Boden der Stadt, die Inseln und die Küstenstrecke. Dann weiter am Elv hinauf die untersten Gehöfte sowie die Waldungen. So war es vor zweihundert Jahren. Das Hauptgebäude des Gutes ist ein großes massives Haus, über welches ein kurzer, plumper Turm emporragt. An der