Prolog in Orleans
Ich, Thomas Nyhoff, bin ein Mann von Jahren. Ich wohne auf meinem Segler Henriette und fahre täglich über den Golf von Mexiko. Wenn ich abends einschlafe, zittere ich vor dem Morgen. Am Morgen wundere ich mich, daß ich noch lebe. Ich stehe auf und rufe meinen Hund: Heina, Heina! – Er hört gut und kommt gesprungen, ich kenne keinen besseren Hund. Er legt seinen Kopf auf meinen Arm. Ich setze die Segel und fahre bis zur Nacht auf See. Doch ich habe Furcht, zu weit zu segeln; ich behalte die Lichter von Orleans im Auge. Ich bin zu feige, allein durch die Nacht zu segeln. So lebe ich unter meiner Kraft dahin. Noch fünf Jahre vorher bin ich viel durch die Nächte gesegelt, allein und wochenlang. – Heute erhielt ich eine Nachricht aus der Südsee. Und die Nachricht gibt mir zu denken Anlaß. Es gibt viele Menschen in der Südsee, die mich kennen. Aber nur einer weiß, daß ich mit meinem Segler Henriette in Orleans liege. Kapitän Mogens hat mir geschrieben. Ich kenne die Südsee und träume davon. Ho! diese Jahre! Wenn es hier dumpf und fleckig ist, denke ich an des Nordwestmonsuns belebende Frische. Wie ein Gewitter singt der Monsun in meinen Ohren. Wie durch Peitschenschlag belebt sich mein Gehirn, so ich nur daran denke, und die vom Sturm geschlagenen Wasser der Südsee sind wie Silberadern in meinen Augen. Die Tücken und gurgelnden Strömungen biegen noch jetzt meine Knie vor Wonne. Ich