Eine Kleine Stille Rettung
Im Treppenhaus saß eine Katze.
Es war eine kleine graue Katze. Sie saß auf der dritten Stufe und sah misstrauisch aus. Theo hatte sie jetzt schon zweimal gesehen.
Theos Mama hatte gesagt: „Berühre keine fremden Katzen." Theo war sechs. Theo hatte nicht vor, die fremde Katze zu berühren. Aber Theo hatte auch vor, etwas zu tun.
Er ging hoch. Er kam mit einer kleinen Schale Wasser zurück. Er stellte sie auf die Stufe, zwei Stufen unter der Katze. Er ging weg.
Als er zurückkam, war an dem Wasser geschnüffelt worden. Die Katze saß auf derselben Stufe.
Theo ging wieder hoch. Er kam mit einem kleinen Teller Katzenfutter zurück, der Sorte, die seine Nachbarin Frau Krug ihrer Katze Hilda gab. Er stellte ihn neben die Wasserschale. Er ging weg.
Als er zurückkam, war das Katzenfutter aufgegessen. Die Katze war jetzt auf der zweiten Stufe.
Theo ging hoch und holte Frau Krug.
Frau Krug war sehr alt. Sie ging langsam. Sie kam mit Theo nach unten, hielt sich am Geländer, und setzte sich auf die dritte Stufe von unten und sah die Katze an.
„Das ist nicht Hilda", sagte Frau Krug.
„Nein", sagte Theo. „Hilda ist in deiner Wohnung."
„Diese hier hat ein Halsband", sagte Frau Krug.
Sie las das Halsband. Auf dem Halsband stand, dass die Katze Pip hieß, und eine Telefonnummer.
Frau Krug rief die Nummer von ihrem Telefon an. Eine besorgte Stimme antwortete. Die Stimme sagte: „Pip? Ihr habt