Chapter

Das nächtliche Abenteuer des Chalifen Hârûn er-Raschîd

Ich vernahm, o glückseliger König, daß der Chalife Hârûn er-Raschîd eines Nachts gar keinen Schlaf zu finden vermochte. Als er am Morgen aufstand, ward er von Unruhe gequält, so daß seine ganze Umgebung beunruhigt wurde, denn die Leute richten sich immer nach der Weise des Fürsten; sie frohlocken über seine Freude und grämen sich über seinen Gram, wiewohl sie nicht die Ursache hiervon kennen. Wie nun der Chalife so unruhig war, ließ er den Eunuchen Mesrûr rufen, und als dieser vor ihm erschien, rief er ihm zu: »Hol' mir unverzüglich meinen Wesir Dschaafar den Barmekiden.« Infolgedessen eilte Mesrûr hinaus und kehrte mit dem Wesir zurück. Als Dschaafar den Fürsten der Gläubigen allein antraf, was sich selten ereignete, und beim Nähertreten gewahrte, daß er sich in verdüsterter Stimmung befand und seine Augen nicht aufschlug, blieb er stehen, bis sein Gebieter geruhen würde ihn anzuschauen. Schließlich richtete der Fürst der Gläubigen seinen Blick auf Dschaafar, doch wendete er sein Haupt sofort wieder zur Seite und saß regungslos wie zuvor da. Wie nun der Wesir im Gesicht des Chalifen nichts gewahrte, das ihn persönlich betraf, faßte er sich ein Herz und redete ihn folgendermaßen an: »O Fürst der Gläubigen, will deine Hoheit geruhen mir die Frage zu verstatten, woher diese deine Traurigkeit rührt?« Da versetzte der Chalife mit einer etwas heiterern Stirne: »O Wesir, meine

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.