Chapter

Die Geschichte des Juweliers Hasan von Basra

Siebenhundertundeinundneunzigste Nacht. Nun hob seine Schwester zu ihnen an: »Meine Schwestern, als wir fortgezogen waren und diesen Unglücklichen hier allein zurückgelassen hatten, ward ihm das Schloß eng, und er fürchtete, es könnte jemand zu ihm eindringen, denn ihr wißt, daß die Menschenkinder schwachköpfig sind. Und so öffnete er in seiner Herzensangst und Einsamkeit und Verlassenheit die Thür, die auf das Schloßdach führt, und stieg auf das Dach hinauf, wo er sich setzte und nach dem Wadi schaute und aus Furcht, daß jemand ins Schloß kommen könnte, fortwährend in der Richtung nach dem Thor ausspähte. Wie er nun dort eines Tages wieder saß, kamen mit einem Male zehn Vögel auf das Schloß zugeflogen und setzten sich an den Teich, über welchem sich das Belvedere befindet. Unter den Vögeln gewahrte er einen, der alle andern an Schönheit übertraf, und der die andern mit seinem Schnabel pickte, ohne daß einer von ihnen es gewagt hätte, die Hand nach ihm auszustrecken. Alsdann schlugen sie ihre Krallen in ihre Halskrausen und zerrissen ihre Federkleider, worauf aus denselben lauter Mädchen gleich dem Vollmond in der Nacht seiner Rundung zum Vorschein kamen, die ihre Sachen vor Hasans Augen auszogen, worauf sie ins Wasser stiegen. Hier spielten sie miteinander und das vornehmste Mädchen, die das schönste Gesicht, die ebenmäßigste Gestalt und den schmucksten Anzug unter ihnen

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