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Es-Sindibâds Geschichte

Im folgenden geben wir den Namen, wie er sich in aller Welt als Sindbad eingebürgert hat, wieder. Nach Benfey käme der Name vom sanskrit. »Siddhapati« = Herr der Weisen. Ferner vernahm ich, daß in der Zeit des Chalifen, des Fürsten der Gläubigen Hârûn er-Raschîd, in der Stadt Bagdad ein Mann, Namens Sindbad der Lastträger, lebte, welcher in seiner ärmlichen Lage Lasten für Lohn auf seinem Kopfe trug. Da traf es sich, daß er an einem der Tage eine schwere Last trug; jener Tag aber war sehr heiß, und er schwitzte, von der Last und der Hitze bedrückt. Auf seinem Wege kam er auch an der Thür eines Kaufmanns vorüber, vor welcher gekehrt und gesprengt war, und vor der ein laues Lüftchen wehte; da aber neben der Thür auch eine breite Bank stand, setzte er seine Last auf die Bank nieder, um sich auszuruhen und Luft zu schöpfen. Wie er nun dort rastete, kam ein wohliger Hauch und ein würziger Duft aus der Thür gezogen, der ihm wohlthat; und, als er sich deshalb auf den Rand der Bank setzte, hörte er im Hause süßes Saiten- und Lautenspiel, entzückenden Gesang und berückenden Vortrag, zu alledem die Vögel, lustig schmetternd und Gott, den Erhabenen, in allerlei Stimmen und Weisen lobpreisend, flöteten und girrten, wie Turteltauben, Sprosser, Amseln, Nachtigallen, Ringeltauben und Steinwälzer. Verwundert hierüber und von mächtigem Entzücken gepackt, trat er an die Thür heran und gewahrte

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