Chapter

Einleitung

»Glückseliger König, es lebte in alter Zeit und in längst entschwundenen Tagen einmal in einer Stadt Chinas ein Schneider in vermöglichen Verhältnissen, welcher ergötzliche Sachen liebte und mit seiner Frau von Zeit zu Zeit auszugehen pflegte, um sich an merkwürdigen Schauspielen zu belustigen. So waren sie eines Tages in der Frühe wieder einmal ausgegangen und kehrten gegen Abend in ihre Wohnung zurück, als sie auf ihrem Wege einem Buckeligen begegneten, dessen Anblick selbst einen Zornigen hätte zum Lachen reizen können und Sorge und Kummer verscheuchte. Infolgedessen traten sie näher an ihn heran, um ihren Spaß an ihm zu haben, und luden ihn nach einer Weile ein, mit ihnen nach Hause zu kommen und die Nacht über ihr Gast zu sein. Der Buckelige sagte zu und ging mit ihnen mit; der Schneider aber begab sich, während es inzwischen dunkel geworden war, auf den Markt, kaufte gebratene Fische, Brot, Citronen und Süßigkeiten ein und kam dann wieder nach Hause. Als er nun die Fische dem Schneider vorgesetzt hatte, und sie Platz genommen hatten und aßen, nahm die Frau des Schneiders ein großes Stück Fisch und stopfte es dem Buckeligen in den Mund. Dann hielt sie ihm den Mund 6 mit der Hand zu und sagte: »Bei Gott, du mußt es auf einmal hinunterschlucken, ich lasse dir keine Zeit zum Kauen.« So schluckte er denn das Stück Fisch hinunter, doch legte sich eine dicke Gräte, die darin

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