Chapter

Vorrede

»Mein lieber Veron! Sie haben mir oft in diesen so selten gewordenen Abendgesellschaften, in welchen Jedermann nach seinem Gefallen plaudert, indem er entweder den Traum seines Herzens erzählt, oder der Laune seines Geistes folgt, oder den Schatz seiner Erinnerungen verschwendet, gesagt, daß ich seit Scheherazads und nach Nodier einer der unterhaltendsten Erzähler wäre, den Sie gehört hätten. Da schreiben Sie mir heute, daß Sie in Erwartung eines langen Romanes von mir, — Sie wissen, eines jener endlosen Romane, wie ich deren schreibe, und in welchem ich ein ganzes Jahrhundert auftreten lasse, — Sie gern einige Erzählungen, — zwei, vier oder höchstens sechs Bände haben mögten, arme Blumen meines Gartens, welche Sie unter die politischen Sorgen des Augenblickes, — zum Beispiel zwischen den Prozeß von Bourges und die Wahlen des Monats Mai auszustreuen gedenken. Leider! Mein Freund, ist die Zeit betrübt und ich sage Ihnen im Voraus, daß meine Erzählungen nicht lustig sein werden. Nur werden Sie erlauben, daß ich müde dessen, was ich täglich sich in der wirklichen Welt zutragen sehe, meine Erzählungen in der erdichteten Welt suche. Leider fürchte ich sehr, daß es allen ein wenig erhabenen, ein wenig poetischen, ein wenig tiefer denkenden Geistern in diesem Augenblicke geht wie mir, nämlich, daß sie das Ideale aufsuchen, die einzige Zuflucht, welche uns Gott gegen die Wirklichkeit

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