Erstes Kapitel
Handelt von dem, der Tankreds Vater sein sollte Herr Roger von Rabutin, Graf von Bussy, der auch in diesen verwirrten Tagen auf Seite des Königs kämpfte gegen das frondistische Parlament und die Stadt Paris, wofür er später schlecht genug belohnt wurde; er schrieb unterm 2. Februar des Jahres 1649 an seine Base, die Marquise von Sévigné auf Schloß Livry in der Normandie, unter anderem folgendes: In dem verschneiten Wiesental von Fécan, nahe bei Schloß Vincennes, heißt es in dem Briefe, war ich vor drei Tagen Augenzeuge, wie ein feindlicher Angreifer von einem meiner Leute tödlich verwundet niedergestreckt wurde. Der junge Mann, von fast noch knabenhafter Gestalt, das bläßliche Gesicht von einem üppigen Schmuck braungoldiger Locken umgeben, stürzte nur wenige Schritte von mir entfernt jählings von seinem Rappen, offenbar von einer Musketenkugel getroffen, und ich sehe ihn noch, wie er mit der Rechten krampfhaft in den zerstampften Schnee greift, den das helle Blut färbte, das ihm unter der Schulter durch die Kleider sickerte. An seiner Schärpe erkannte ich ihn als einen Freiwilligen der Parlamentsarmee von Paris. Wer in Wahrheit dieser Jüngling war ... aber das wäre falsch ausgedrückt, denn niemals wird die Welt das wissen; was er vielmehr vorstellte oder vorstellen sollte, das erfuhr ich und erfuhr die Hauptstadt gleichzeitig mit der Nachricht von seinem erfolgten Tod am andern