Chapter

Viertes Buch

»Wo ist Besso?« fragte Barizy vom Turme den Konsul Pasqualigo, der gerade den Diwan des Bankiers betreten hatte. Es waren ungefähr zehn Tage seit der Abreise Tancreds von Jerusalem verflossen. »Wo ist Besso?« Ich habe schon zwei Tschibuks geraucht und keiner, außer Ihnen, ist gekommen. Haben Sie das Neuste gehört?« »Wer hat es nicht gehört? Alle Welt spricht davon.« »Was haben Sie denn gehört?« fragte Barizy vom Turme mit schadenfroher Neugierde. »Etwas, was alle Welt weiß und etwas, was niemand weiß«, antwortete Pasqualigo. »Ha, Ha!« lachte Barizy vom Turme, spitzte aber doch die Ohren und sah sich in die Notwendigkeit versetzt, seinen Nebenbuhler auch seinerseits aushorchen zu müssen; ein Versuch, dem dieser aber vollkommen gewachsen war. »Sie haben wahrscheinlich mit jemand gesprochen, nicht wahr?« »Ich habe mit jemand gesprochen«, erwiderte Pasqualigo und setzte mit großer Sorgfalt seine Pfeife, die ihm soeben überreicht worden war, instand. »Aber niemand hat jemand gesprochen, der an Ort und Stelle gewesen ist?« sagte Barizy. »Das hängt davon ab, was Sie unter ›Ort und Stelle‹ verstehen«, erwiderte Pasqualigo. »Ihre Nachricht stammt aus zweiter Quelle.« »Aber Sie halten sie doch für richtig?« fragte Pasqualigo mit Lebhaftigkeit. »Es hängt alles davon ab, ob Ihr Freund zugegen war oder nicht –« sagte Barizy zaudernd. »Sicherlich«, sagte Pasqualigo. »Also war er dabei?«

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