Das Meeting von Schiphol
»… betrachten wir es als eine Ehre und einen Vorzug für Holland und für die Stadt Amsterdam ganz besonders, so viele hervorragende Vertreter des Flugwesens in unserer Mitte zu sehen. Ich begrüße Herrn Geheimrat von Gordon, den Präsidenten des deutschen Lufttrustes …« Er nannte eine Reihe von Namen, die in dem allgemeinen Beifallsgemurmel untergingen. Legationsrat von Lettau, der Vertreter des deutschen Gesandten, beugte sich zu seiner Nachbarin hinüber. »Jetzt kommt die ganze Speisekarte der fliegerischen Prominenz, schön der Reihe nach, zuerst das Kapital, dann die Männer vom Bau.« Die Namen schwirrten weiter. »… Viscount Macmorris, William Robertson aus Louisville, MacKenney …« Barbara von Gordon spielte mit ihrer Tischkarte. »An der Reihenfolge werdet ihr den Wert erkennen.« Ihr Nachbar zur Rechten sagte kein Wort, das reizte sie. »Man kann an Ihnen nicht vorbei, Truckbrott.« »Warum nicht?« fragte der gleichmütig. »Weil Sie als Erster mit einem Serienflugzeug die russische Steppe und die Wüste Gobi bezwungen haben. Es wäre eine Brüskierung der deutschen Luftfahrt.« »Truckbrott« – der Name stand einen Augenblick für sich allein, wie ein Programm, losgerissen aus dem Vorher und Nachher. Dann in die Pause hinein: »Besonders aber danken wir Herrn Alexander Surewski, dem genialen Fliegerkonstrukteur, für seine Absicht, morgen, am Tage unseres Meetings, sein Riesenflugzeug zum