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Vorwort des Übersetzers

Franz Herczeg Sumpfblume Novelle Autorisierte Übersetzung aus dem Ungarischen von Emil Kumlik. Unter den Schriftstellern der »jungen Garde« Ungarns nimmt Franz Herczeg, dessen Bekanntschaft wir durch die vorliegende novellistische Arbeit dem deutschen Lesepublikum vermitteln, seit mehreren Jahren einen vornehmen Platz ein. Er zählt zu den gelesensten, allseits beliebtesten Autoren des modernen Ungarn und die erste Bühne seines Vaterlandes, das Budapester Nemzeti szinház (Nationaltheater), hält seine bisher aufgeführten Stücke ständig auf dem Repertoire. Franz Herczeg wurde am 22. September 1863 in Werschetz geboren, wo sein Vater Bürgermeister war. Seine Familie führte ursprünglich den Namen Herzog und stammt aus Schlesien, von wo sie zu Maria Theresias Zeiten nach dem – zum großen Teil auch heute noch von den Nachkommen deutscher Ansiedler bevölkerten – Banate (einem Landstrich in Unterungarn) auswanderte. Herczeg entsagte bald seiner jugendlichen Schwärmerei für die militärische Laufbahn, absolvierte an der Budapester Universität die Rechtsstudien und widmete sich allmählich vollends seinen früh erwachten schriftstellerischen Neigungen. Vorher noch, in seiner Heimat, hatte er Gelegenheit, viel in Gesellschaft von Offizieren eines ungarischen Husarenregimentes zu verkehren. Hierbei sammelte er Stoff zu mehreren seiner späteren Arbeiten aus dem oft wechselvoll-interessanten

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