Chapter

Hurra – erreicht!

»Hilde, du willst studieren?« – »Na, so was, gerade du!« – – – »Und heut schon wird Sturm gelaufen?« – – – »Wirklich – ich glaubte, du ulkst den Direks nur an!« – – – »Gerade du, die immer durch Faulheit geglänzt hat!« – – – »Ach, dein Vater gibt's ja doch nicht zu!« – »Hast du nicht mächtige Angst?« – – – so schwirrten die aufgeregten Mädchenstimmen auf dem Schulhof durcheinander. »Was – Kinder – 'n Bammel soll ich haben? – Keine Spur,« unterbrach die lebhafte Hilde Dahlen mit blitzenden Augen das auf sie eindringende laute Stimmengewirr der Mitschülerinnen. »Na, so feige bin ich nicht. Heute gleich nach Tisch schwinge ich mich zu einem Speech mit Papa auf. Er wird zwar erst paff sein – aber – ich werd' den alten Herrn schon rumkriegen!« Damit schlang sie den Arm um ihre Busenfreundin Daisy Greeham und schlenderte langsam, mit gesundem Appetit ihr Frühstücksbrot vertilgend, unter dem kahlen, graubraunen Geäst der Schulhofslinden auf und nieder. Die Erregung der zurückbleibenden Mädchenschar legte sich nicht so schnell. Der Direktor hatte eben in der vorhergehenden Stunde die in kurzem abgehenden Schülerinnen gefragt, wie sich jede ihre Zukunft zu gestalten gedenke – und da war es herausgekommen! Hilde, die lustige Hilde Dahlen, die zu keiner französischen Stunde präpariert hatte, die noch nie eine Rechenaufgabe selbständig gelöst und grundsätzlich Turn- und Handarbeitsstunden

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