Chapter

Erster Theil.

Nichts ist leichter vorauszusetzen, als daß ein junger, reicher, unverheiratheter Mann vor allen andern Dingen eine Frau bedarf. So wenig nun auch die Bewohner der Grafschaft Hertfordshire von den Neigungen und Aussichten eines solchen, eben unter ihnen auftretenden fremden Mannes wußten und wissen konnten, hatte sich obige Voraussetzung dennoch der Gemüther der ganzen Nachbarschaft dergestalt bemeistert, daß man ihn schon als das rechtmäßige Eigenthum dieser oder jener ihrer Töchter betrachtete. »Lieber Bennet! weißt Du schon, daß Netherfield-Park nun endlich verpachtet ist?« Mit dieser Frage leitete Mrß. Bennet eines Tages die Unterhaltung ein. »Nein!« »Ja, so ist es. Mrß. Long war so eben hier, mir die Neuigkeit mitzutheilen.« Herr Bennet schwieg. »Verlangt Dich nicht zu wissen, wer es gepachtet hat?« rief die Frau mit einiger Ungeduld. »Dich verlangt darnach, mir es zu erzählen. Wohlan! ich bin zum Hören bereit.« »Nun so höre denn. Am Montag ist ein junger, reicher Mann aus dem nördlichen England in einem vierspännigen Wagen nach Netherfield gekommen, hat das Gut besehen und so viel Wohlgefallen daran gefunden, daß er auf der Stelle mit Herrn Morris einig geworden. Noch vor Michaelis wird er Besitz davon nehmen, und ein Theil seiner Leute schon zu Ende nächster Woche im Hause eintreffen.« »Wie heißt er?« »Bingley.« »Ist er verheirathet oder unverheirathet?« »O natürlich

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