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Stilzel der Kobold des Böhmerwaldes

Stilzel der Kobold des Böhmerwaldes Weit abwegs von der Landstraße mitten drin in den dicken, wilden Wäldern zwischen Böhmen und dem Bayerland sauste vorzeiten eine Mühle. Die Fugen ihres Gebälkes waren mit Moos verstopft, auf dem Dach wuchs das Kraut Donnergrün, und am Giebel stand, mit Ochsenblut einmal von redlicher Hand rot hingetüncht, jetzt aber halb verwischt und verwittert, der Spruch: Diese Mühle mahlt recht feyn, feyner mahlt der Herrgott mein. Aber trotz des gläubigen Reimes hieß diese Einschicht überall nur »die verlorene Mühle«. Denn der alte stelzfüßige Mann, der da das staubige Gewerbe trieb, war ein kalter Gesell und wollte von Gott nichts wissen. Wenn die Tennen klangen und die Flegel polterten, so war ihm das tausendmal lieber als das zarteste Turmgeläut. Auch in den Kirchen und Kapellen war er nicht zu finden, vielmehr ritt er am Herrgottstag zur Messzeit auf seinem Esel hinüber gen Jagershof, und derweil andächtige Leute das geweihte Seelenbrot genossen, fraß er eine Hahnensulz und füllte seinen hageren Hals fluchend mit dem sauren Bier. Ohne Weib und ohne Mühlknecht hauste er in seiner Einöd, und sie schaute darum auch recht verwildert und verwahrlost aus; hätte einer alle Spinnweben, die in den grauen Winkeln hingen, zusammengetragen und auf eine Waage gelegt, sie hätten nicht viel weniger als ein gesunder Mühlstein gewogen. Am lichten Tag stand die Mühle

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