Chapter

Spuk

Zwei Gewitter standen über der See, im Südosten das eine, das andere westwärts. Sie hatten sich festgekeilt gegen einander und grimmten sich an. Die ersten waren es im Jahr, wie die dummen Jungen waren sie und wußten sich noch nicht recht zu benehmen. Verwundert warf der Vollmond durch die leichten Wolken, die vor den schwarzen Ungeheuern hin- und herflogen, einen Blick auf das, was unter ihm werden sollte. Einen Blick auch auf das kleine Ruderboot, in dem sehr frech und gottesfürchtig ein Mann auf dem höchst unfreundlichen Wasser herumschaukelte. Er hantierte mit einer Kamera, die offenbar auf die Blitzentladungen wartete. Aber es kam nicht zu richtigen Blitzen. Nur ein paar große Lichtpunkte sprühten auf – das war nicht viel mehr, als wenn Bestienaugen wütend sich anfunkeln. Aber ein um so gefährlicheres Knarren, Brummen, Fauchen und Belfern wurde vollführt. Dann aber war mit einemmal Totenstille. Der Wind, der ratlos hin- und hergefuhrwerkt war, legte mit leichtem Gähnen sich schlafen. Eine schwere gleichfarbige grauschwarze Wolkenschicht deckte den Himmel ab. Zornig fuhr sich der Mann im Boot mit feinen zuckenden Fingern durch die dichte wettermutige Tolle. Jetzt aber hob er lauschend den schmalen Kopf, und wie geprickelt reckten und streckten sich die Glieder. Da oben in den Wolken hatte die Elektrizität ausgetost, aber hier unten auf der Erde, über den Wassern zuckte es,

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