Vorwort
So war es. Erster Theil. Politisch-socialer Roman aus der Zeit vor und während der Märzereignisse in Berlin »Die Menschheit schreitet fort; doch bis zur Zeit, Wo gleiches Recht und Friede herrscht auf Erden, Bis dahin ist es noch verzweifelt weit.« Gaudy. Leipzig, Verlag von C. L. Fritzsche. 1849. Die Märzereignisse des Jahres 1848 haben die edelsten Herzen bewegt und viele Gemüther auf das Tiefste erschüttert. Wem wären damit nicht große Hoffnungen erwacht auf einen beginnenden Völkerfrühling? Wer hätte seitdem nicht schmerzliche Täuschungen erfahren? Wer folgte nicht den Ereignissen, die sich noch täglich vor unseren Augen entfalten, mit den gespanntesten Blicken? Wer fragte nicht mit bebender Zunge und klopfendem Herzen, wird es zum Guten führen, oder zum Schlimmen? Werden die Völker die Humanität und Freiheit, die Gleichheit aller Menschenrechte erringen oder werden sie zurücksinken in Schlaffheit und Lauheit unter die Schlafmütze des deutschen Michels, der sich nur wohlfühlt, wenn er Excellenzen schweifwedelt, dem hohen Adel und verehrungswürdigen Publicum seinen Katzenbuckel in Zeitungsannoncen macht, die Belagerungszustände als die Panacee alles Heils preiset; in der brennenden Cigarre auf der Straße die Haupterrungenschaft der Märztage sieht, der als gedankenloser Weißbierphilister ein Fanatiker der Ruhe ist, oder wird sich Schiller's Spruch: »Wo die Kunst gefallen, da