I.
Als wir das Billardzimmer eben betreten hatten, erschien auch der Graf von Chambray. Er war sehr vergnügt. Er trug einen kurzen Rock von schwarzem Sammet, enge lederne Beinkleider und hohe mit Staub bedeckte Reitstiefel. In der Hand trug er eine Sammetmütze, wie sie die Landedelleute von den Jockeys entlehnt haben. Er begrüßte seine Gäste zuerst insgesammt; aber bevor er Einen von uns anredete, trat er auf die Gräfin zu und küßte ihr die Hand. »Madame,« sagte er, Ihr gutes Aussehen macht eine Erkundigung nach Ihrem Befinden überflüssig. Ich will mich daher erkundigen, wie es unseren Freunden geht, obgleich man sich unter Ihrer Obhut nur wohl befinden kann. Dann kam er auf uns zu, verneigte sich vor dem Einen, drückte dein Andern die Hand, je nach dem Grade der Vertraulichkeit, und sagte jedem eine Artigkeit. Von diesen Complimenten des Grafen bekam ich einen großen Antheil. »Meine Herren,« sagte er, »hier ist Herr Max von Villiers, den ich Ihnen hiermit als Nichtspieler denuncire. Aber wenn er auch nicht spielt, so kann er doch nicht hindern, daß man für ihn wettet. Ich wette fünfundzwanzig Louisd’or, daß er morgen der König der Jagd sein wird. Ich habe gehört, daß er ein vorzüglicher Schütze sei. Es wird für uns Alle eine Freude sein. Meine Feldhüter sprechen von fünfundzwanzig bis dreißig Völkern Rebhühner. Die Hasen sind gar nicht zu zählen. Gegen Abend treten wir den