Chapter

I

Ich hatte nicht vergessen, was mir Gratian, der künftige Gatte der kleinen Zoe, gesagt hatte: »Ich warte bis ich von einem unbekannten Onkel in Amerika dreitausend Franks erbe, um mich für meine Rechnung besetzen zu können; bis dahin begnüge ich mich mit meinem täglichen Erwerb von fünfzig Sous.« Von meinem Gewinn blieben mir fünftausendfünfhundert Franks, überdies die dreihundert Francs. die mir Zoe, wie Gratian sagte. schuldig war. Am Tage nach meinem Besuche bei Frau von Chambray, die einen Theil des auf ihrem Leben liegenden Schleiers gelüftet und deshalb einen so tiefen Eindruck auf mich gemacht hatte, reiste ich noch Bernay, ohne Alfred davon in Kenntniß zu setzen. Es sollte Niemand wissen, wohin ich ging. Uebrigens war der liebe Alfred. das muß ich ihm lassen, nichts weniger als neugierig oder zudringlich. Ich fragte ihn blos, ob ich eines seiner Reitpferde auf zwei oder drei Tage benutzen könne, und auf seine bejahende Antwort ließ ich satteln und einen leichten Mantelsack auflegen. Um meine Absichten nicht zu verrathen, ritt ich in einer andern Richtung fort und erreichte die nach Bernay führende Landstraße auf einem Umwege. Bernay war das Ziel meiner kurzen Reise. In Beaumont-la-Roger ließ ich mein Pferd ausruhen. Zwei-Stunden nachher war ich zu Bernay im Gasthause zum »goldenen Löwen.« Ich war in Bernay ganz unbekannt. Ich war noch nie da gewesen. Ich mußte daher bei

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