Was-Das-Wasser-Behielt
Sechs Wochen lang stritten sie, was eine eigene Art von Nähe war.
Sie stritten über die Farbe der Zierleisten und den Preis der Zeder und darüber, ob der Steg zu retten oder nur zu betrauern sei. Sie stritten, weil es leichter war als das andere, und weil jeder Streit sie nah genug aneinander stehen ließ, um es fast auszusprechen. Das Gasthaus erwachte um sie herum trotzdem zum Leben — das Dach dicht, das Fundament trocken, die Südzimmer rochen nach neuem Holz statt nach altem Regen — und irgendwo im Lärm davon hörte Maeve auf, die Tage bis zu ihrer Abreise zu zählen.
Es war am Abend vor der Ankunft der Hochzeitsgesellschaft, als die Schachtel zum Vorschein kam.
Sie fand sie, als sie den letzten Rest vom Schreibtisch ihres Vaters räumte: eine Schuhschachtel voller Sommer, Fotos, an den Ecken weich geworden. Sie mit fünfzehn auf dem Steg. Ihr Vater, der einen Fisch beäugte. Und ein Streifen mit vier Bildern aus dem Automaten auf dem Jahrmarkt — sie und Cormac mit siebzehn, lachend, dann küssend, dann ganz und gar nicht mehr in die Kamera blickend.
Er lud gerade Werkzeug in seinen Wagen, als sie damit herauskam. Sie plante nicht, was sie sagte. "Warum bist du geblieben?"
Cormac setzte den Werkzeugkasten ab. Der See lag schwarz, und das Gasthaus leuchtete hinter ihr, jedes Fenster, um das sie gekämpft hatte, erhellt. "Wohin hätte ich gehen sollen?"
"Irgendwohin. Du warst