Die-Morsche-Stufe
Das Schild "Zu verkaufen" lehnte schon an der Veranda, als Maeve ankam, als hätte das Gasthaus aufgegeben, ehe sie es konnte.
Sie ließ es stehen, wo es war. Zwölf Jahre in der Stadt hatten sie gelehrt, das Gesicht ruhig zu halten, während sie entschied, und so stand sie eine lange Minute auf dem Kies und atmete Seeluft, die genau so roch wie an dem Morgen, an dem sie gegangen war — nasser Stein, Kiefer, der schwache Diesel des frühen Boots. Ihr Vater hatte den Reiherhof mit eigenen Händen und einem Kredit gebaut, den er nie ganz abbezahlte, und nun gehörten ihr beide, der Mann und die Schuld, und sie hatte eine Saison, um einem von beiden eine Bedeutung zu geben.
Die vorderste Stufe gab unter ihrem Fuß nach, mit einem Geräusch wie ein Husten.
"An deiner Stelle würde ich da nicht auftreten."
Sie kannte die Stimme, ehe sie sich umdrehte. Das war das Schlimmste an kleinen Orten — sie hielten einem die Gespenster funktionstüchtig. Cormac Daly stand an der Ecke der Veranda, ein Klemmbrett in der Hand, einen Bleistift hinterm Ohr, breiter jetzt, an den Schläfen begann das Grau, dieselbe unaufgeregte Art, eine Sache anzusehen, als schulde sie ihm eine Erklärung. Der Junge, den sie mit siebzehn geliebt hatte, war ein Mann geworden, der reparierte, was andere verfallen ließen, und er sah sie an, wie man ein Unwetter ansieht, das über dem Wasser heraufzieht.
"Cormac."
"Maeve." Er