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Widmung und Einleitung

Meinen lieben Eltern zu eigen Wien, Februar 1901 Was ins Weite einst geflogen, Einzeln, ein verlorner Klang, Ruht hier, Blatt an Blatt gebogen, Traumerstunden stiller Sang. - Nun geht's weithin auf die Reise. Allen giebt es wohl nicht viel, Aber mir erklingt d'raus leise Meiner Jugend Sehnsuchtsweise Und mein innres Glockenspiel ... ... Und jedes Lebensmal, das ich gefuhlt, Hat in mir dunkle Klange aufgewuhlt. Und doch, das eine will mir nie gelingen, Mein Schicksal in ein Lebenslied zu zwingen, Was mir die Welt in Tag und Nacht gegeben, In einen reinen Einklang zu verweben. Ein irres Schiff, allein auf fremden Meer, Schwankt meine Seele steuerlos einher Und sucht und sucht und findet dennoch nie Den eig'nen Wiederklang der Weltenharmonie. Und langsam wird sie ihrer Irrfahrt mud. Sie weiss: Nur einer ist's, der lost ihr Lied, Der fugt die Trauer, Gluck und jeden Drang In einen tiefen, ewig gleichen Sang. Nur durch den Tod, der jede Wunde stillt, wird meiner Seele Wunschgebet erfullt. Denn einst, wenn mud mein Lebensstern versinkt, Mit matten Lichtern nur der Tag noch winkt, Da werd' ich sein Erlosungswort verspuren, Er wird mir segnend an die Seele ruhren, Und in mir atmet plotzlich heil'ge Ruh ... Mein Herz verstummt... Er lachelt mild mir zu ... Und hebt den Bogen ... Und die Saiten zittern Wie Erntepracht vor drohenden Gewittern, Und beben, beugen sich - und singen schon Den

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