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An dem langen, glattgebohnten Eichentische in der grauen, rauchdurchqualmten Gaststube des Adlerwirtshauses zu N. ging es gewöhnlich recht lebhaft zu. Lebenslustige Offiziere und eifrige Beamte saßen mit wohlhabenden Bürgern und Honoratioren aller Farben in trauter Eintracht beisammen und unterhielten das mannigfaltigste Gespräch, das man sich nur wünschen kann. Was der eine nicht wußte, gab der andere zum besten. Kriegsabenteuer und Marschfatalitäten wechselten mit Bureauanekdoten und Stadtneuigkeiten ab; manches Wort über Landwirtschaft, Obstbaumzucht, Viehhandel, Güterverkauf und Wetterschaden scholl dazwischen; manchmal stahl sich sogar eine geistreiche Kunstansicht, ein guter Witz, oder ein pikantes Quid pro quo mit ein, und mitunter gab es wohl auch Momente, wo ein Anflug von einer poetischen Stimmung die verschiedenartigsten Köpfe unter einen Hut brachte. Eine stereotype Figur in diesem bunten Menschenquodlibet bildete der Postmeister Droschke, ein starker Fünfziger, mit mehr Leben in Sprechweise und Benehmen, als man seinem altjungen, verwitterten Gesicht und seinen wehmütigen Beinchen, welchen man die eindringlichen Mahnungen des Podagra von weitem ansah, beim ersten Anblicke zugetraut hätte. Er legte viel Gewicht auf seine hohen Steifstiefel mit den gewaltigen Klirrsporen, auf seinen blankgeknöpften, nach Uniformart geschnittenen Überrock, auf seine samtene reichlich