Zum Geleit
Sewastopol – das ist von den vier Büchern Sir John Retcliffe's über den Krimkrieg der erschütterndste Band. Er läßt uns das eiserne Jahr dieser Feste am Schwarzen Meer – 1854/55 – erleben. Vor und in den Wällen Sewastopols verbluten die Heere Rußlands, Englands, Frankreichs und der Türkei. Griechen, Ägypter und Sardinier kämpfen vor ihren Mauern und zahlen mit ihrem Blut für den Rachedurst, den Ehrgeiz und den verletzten Stolz eines Revolutionärs auf dem Thron: für Napoleon III. An dem Wort dieses einen Mannes hing Krieg und Frieden, hing Leben und Verderben von Hunderttausenden. Aber er sprach es nicht aus – er wollte den Untergang seines größeren Oheims auf den Eisfeldern Rußlands rächen; er wollte durch eine Großtat auf dem Schlachtfeld seinen Thron befestigen, den er sich mit dem Blut seiner eigenen Landsleute im Dezember 1851, erkaufte; er wollte den Zaren Nikolaus demütigen, der ihm die Anerkennung als Herrscher im Kreis der gekrönten Häupter versagt hatte. Viermalhunderttausend Menschen mußten für diese Rache, diesen Ehrgeiz und diesen verletzten Stolz eines Einzelnen sterben. Napoleon lehnte es ab, mit dem Zaren Nikolaus zu verhandeln, und erst als Nikolaus gestorben war, gelang es dem Nachgeben des Zaren Alexander, das Blutbad in der Krim zu beenden. Wer die Bände "Die Wölfin von Skadar", "Das Testament Peters des Großen" und "Um das Schwarze Meer" gelesen hat, wird