Chapter

I.

Von früher Jugend an hegte ich den heißen Wunsch, ferne Länder zu sehen, den geheimnisvollen Dingen, von denen mich die Meere trennten, nahe zu kommen. Ich las am liebsten Bücher über abenteuerliche Forschungsreisen und spielte mit meinen Kameraden Spiele, die solche Reisen und Abenteuer in unseren heimatlichen Wäldchen und Wiesen nachahmten. Meine lieben Eltern sahen diese Neigung sehr ungern. Sie wollten mich zu einem würdigen Gelehrten erziehen, der in Ruhe und Behaglichkeit sein Leben zwischen vier Wänden hinbringen sollte. Doch weder ihr gütliches Zureden noch ihr strenges Mahnen, mich ihrem Wunsche zu fügen, fruchteten etwas, und als ich 15 Jahre alt war, setzte ich es durch, daß sie mir wenigstens erlaubten, Soldat zu werden. Sie hofften dabei heimlich, daß mir das strenge Leben in der Armee nicht behagen und ich gar bald reuig in das Elternhaus zurückkehren würde. Dem war aber nicht so. Mit meinem Regiment nach Italien geschickt, sah und erlebte ich so viel Herrliches und Sonderbares, daß ich dafür gerne den harten Dienst in Kauf nahm und in mir die Begierde, noch mehr von der großen Welt zu sehen, eher wuchs, als abnahm. Nach zweijähriger Abwesenheit kehrte ich in die Heimat zurück, um mich sofort, zur größten Betrübnis meiner Eltern, zur Teilnahme an einer Expedition nach Katalonien zu melden. Ich wurde auch mit dem Range eines Fahnenjunkers neu eingestellt und zog

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