Schnüffel, der Igel
Am Ende des Dorfes, an seiner schönsten Stelle, liegt die Wassermühle. Der Bach, der lustig über Stock und Stein sprang, dann durch die Felder eilte und im Dorfteiche seine Glieder ein Weilchen ausruhte, muß durch ein enges Bett, über Bretter hinweg und unter einem Schützen hindurch sich zwängen. Zischend und sprudelnd springt er hinunter auf ein großes Wasserrad, das sich ächzend dreht unter seinem Aufprall. Langsam und gleichmäßig dreht das große Rad an der Welle, die knirschende Mahlsteine und klappernde Schüttbretter bewegt. Das Sprudeln und Zischen, das Brummen und Stampfen, das Klappern und Klingeln, wenn ein Gang leer läuft, kurz all der dumpfe, eigenartige Mühlenlärm nimmt Tag und Nacht kein Ende. Doch die Leute in der Mühle vernehmen nichts davon, und auch der Spitz, der an der Kette wie rasend tobt, wenn ein fremder Schritt sich nähert, die Hühner auf dem Hofe und die Tauben, die sich gurrend auf dem Dache herumtreiben, sie alle sind gerade so an das Geräusch gewöhnt, wie die Mäuse und Ratten, die in dem alten Mühlgemäuer hausen und ihren Teil von Getreide, Schrot und Kleie nehmen, ohne um Erlaubnis zu fragen. Nur einer hat fortwährend über den Lärm und die Unruhe zu klagen, gerade wie er sich beschwert, wenn die Jahreszeiten sich ändern, oder heute, wenn es regnet, und morgen, wenn die Sonne scheint. Will man den Nörgler, den Griesgram besuchen, so muß man sich