Chapter

Landgraf Friedrich von Hessen

Man erblickt zuweilen neben einem in all' seinen Farben glühenden Regenbogen einen zweiten, – bruchstückweise und in vereinzelten Farben von jenem gleichsam abgeschimmert. So standen um die Mitte des vorigen Jahrhunderts zwei deutsche Regenten, zwei Friederiche, jeder auch der Zweite zubenannt, neben einander, – Friederich der Große von Preußen, und Landgraf Friederich von Hessen, beide auf demselben dunkeln Hintergrund eines im östreichischen Erbfolgekriege zwischen Preußen und Hessen gegen Oestreich geschlossenen geheimen Unionsvertrages. König Friederich war acht Jahre älter und zwanzig Jahre früher an die Regierung gekommen, als der Landgraf, den er auch noch um beinahe ein Jahr überlebte. Es sind nur wenige Farben, mit welchen der Landgraf dem strahlenden Könige matt nachleuchtet. Vom Ruhmesglanze des Feldherrn, von der schöpferischen Thätigkeit des Staatsmannes und Regenten ist mit Hinblick auf den Landgrafen nicht zu reden. Nur dessen Gunst für Wissenschaft und Künste und seine Vorliebe für französische Sprache und Literatur erinnern an den großen Fritz; und jenes Leben des königlichen Kronprinzen in Rheinsberg, wo dieser sich mit Gelehrten, Musikern und Künstlern umgab und mit Voltaire briefwechselte, wiederholt sich unter der Regierung des Landgrafen sogar breiter und bedeutender, weil dieser Fürst seine lebhafteste Beeiferung gerade darauf verwendete, und in der

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.