Chapter

Prolog

Wenn Frauen jedes Vorwort überschlagen Und Männer alles, was an Verse streift, So darf man, hoff’ ich, von dem unsern sagen, Daß es zum höchsten Ziel der Kunst gereift. Denn rein als Selbstzweck wird es vorgetragen, Weil jeder gleich zu Text und Prosa greift; Der Autor liest es ganz allein von allen — So wird es sicher „allgemein“ gefallen. Doch ein Programm, auch wenn es niemand hört, Soll im Prolog ästhetisch uns verpflichten. Das schickt sich so! Und wer nicht willig schwört Zu unsrer Fahne — nun, der mag verzichten. Er gilt uns selbstverständlich als bethört, Begreift uns nicht und braucht uns nicht zu richten — Vorausgesetzt, daß er zu tadeln fand, Denn loben darf auch, wer uns nicht verstand. Wir werden also erstlich deduzieren, Warum die Seife wohlgefallen muß; Wir werden dann die Kugel demonstrieren Als Form für den berechtigten Genuß. Und sollten wir trotzdem nicht reüssieren, So bleibt uns keine Rettung zum Beschluß Als aus den Grenzen wachsamer Doktrin Ins Reich der Dichtung ohne Paß zu flieh’n.

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