Chapter

Einleitung

Diese kleinen heitern Bilder verdanken ihre Entstehung einer trüben Zeit. Die Straßen sowie die meisten Häfen Europas waren gesperrt, die Kommunikation gehemmt und alle Welt in Furcht vor einer geheimnisvollen, drohenden Krankheit, die ihre Schrecken langsam zu enthüllen begann. Man sah Züge von Flüchtlingen überall den sich zuschließenden Toren der Städte, den gesperrten Häfen enteilen, um einen Zufluchtsort in den glücklichen, noch vom Übel befreiten Ländern zu suchen, wo man sie nicht gerade gerne aufnahm und sie mit Argwohn und Scheu beobachtete. Eine lange Zeit hindurch war jeder freie Geistesverkehr, jeder gesellige Genuß gestört und getrübt. Wer sich von der großen unruhig wogenden Masse absondern und dadurch einen, wenn auch nur geringen Besitz von Heiterkeit und Gemütlichkeit sich sichern konnte, fühlte sich glücklich. So mag sich der geneigte Leser auch die Gesellschaft denken, die, von einer nordischen Hauptstadt kommend, auf einem großen, schönen Schiffe sich zusammenfand, um sich nach Deutschland herüberzuretten: Flüchtlinge, auch von dem Verlangen beseelt, dem Elende auszuweichen, aber zugleich mit dem festen Entschlusse, Gedanken und Sinn soviel wie möglich davon abzuwenden. Man sah den Anker lichten, ohne viel zu fragen, wohin die Fahrt ginge, man vermied, Pläne zu machen, weitläufige Anordnungen zu treffen; denn man wußte ja nicht, wieviel einem noch von dem

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