Chapter

Die Belagerung von Silistria

Das Schlußspiel an der Donau sollte das zitternde Europa auf die Schreckenstragödie in der Krim vorbereiten. Silistria war das blutige Morgenrot der Tage von Sebastopol. Einen kurzen Aufenthalt brachten den Russen bei ihrem Übergange über die Donau nach der Dobrudscha und ihrem Andringen gegen Silistria die für die Türken glücklichen, glorreichen Gefechte von Kastelli, Küstendsche und Tschernawoda, das letztere am 25. April; aber wie groß auch die Verluste und Opfer der Russen bei ihrer Besetzung der Dobrudscha waren, der fast allmächtige Wille, der dies Volk beherrscht und als bloße Masse für seine Zwecke verwendet, fragte nicht nach diesen Opfern, und die Massen drängten, den Tod in den eigenen Reihen, vorwärts bis zum Trajanswall. Die Anstrengungen und die Summen, welche die Besetzung der Dobrudscha forderte, waren kolossal. Ein ungeheurer Train Kibitken und schwere Lastwagen mußten den Truppen in dies wilde, nur von flüchtigen Tataren und Kosaken, Adlern, Trappen, wilden Gänsen und Schwänen bewohnte Land folgen, auf dessen 200 Quadratmeilen kaum 20 000 Einwohner kommen, dem, trotz der Sümpfe und Moräste, das belebende Element des Wassers fast ganz zu fehlen scheint. So weit das Auge reicht, sieht man nirgends einen Baum oder Strauch; die stark gewölbten Hügelrücken sind mit hohem, von der Sonne gelb gebranntem Grase bedeckt, das der Steppenwind in Wellen schlägt; weite

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.