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Widdin im Januar 1854

Es war in den ersten Tagen des Januar 1854, und die Wintersonne schien prächtig und heiter auf das prächtige Schauspiel, das sich an beiden Ufern der Donau bei Widdin, dem Viminacium der Römer entwickelt hatte. Unterhalb der Stadt, die mit ihren 25 Minarets, von alten Festungswerken umgeben, sich dicht am Fluß dahinstreckt, führte eine Schiffbrücke zu der hochgelegenen Smurda-Insel, die jetzt von Batterieen starrte. Darüber hinaus, über den etwa 300 Schritt breiten, von einer leichten, aber nicht tragfähigen Eisdecke bedeckten linken Arm des mächtigen Stromes, verlängerte sich die Brücke bis zum hoch emporsteigenden Ufer von Kalafat, das gegenwärtig die stärkste Stellung der türkischen Armee bildete und den Russen den Weg nach Serbien sperrte. Die Russen hatten einen großen strategischen Fehler begangen, als sie den Übergang der Türken bei Widdin und ihre Festsetzung in Kalafat so leichthin duldeten. Der Fehler rächte sich schwer; denn ihm hauptsächlich war es zuzuschreiben, daß die russischen Streitkräfte während des ganzen Winters und Frühjahrs ihr Augenmerk auf die Sicherung der kleinen Walachei gerichtet halten mußten und so dem Gegner auf dem rechten Ufer Gelegenheit gaben, sich zu kräftigen und die Hilfe der Westmächte abzuwarten. Die Bewachung der Türken bei Kalafat verhinderte fast acht Monate lang alle Operationen an der unteren Donau. Die Türken hatten den günstig

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