Der Prolog
Der Prolog. Ein heftiger Regenschauer, wie der März sie in Paris häufig mit sich führt, hatte mit der späten Stunde des Abends – die Uhren zeigten bereits über Zehn – die bewegliche Masse der Spaziergänger und Flaneurs von den Straßen und Boulevards vertrieben, als an einem Nebenausgang der Gallerie Heinrich's IV. in den Tuilerieen ein eleganter, aber durch keinerlei Zeichen oder Livree auffallender Wagen wartend hielt. Endlich gegen halb Eilf öffnete sich die Thür und zwei in Mäntel gehüllte Personen, die beide Civilkleidung trugen, kamen heraus und bestiegen den Wagen, der auf einige dem Kutscher zugeflüsterte Worte sofort über die Pont Royal, durch die Rue du Bac und de Grenelle nach der Esplanade der Invaliden seinen Weg nahm. Ein Loosungswort am Thor öffnete ihm den Eingang und der Wagen rollte durch den Cour Royal nach dem berühmten Dom, an dessen Seiteneingang er still hielt. Ein Mann in Generalsuniform schien hier den Wagen erwartet zu haben, öffnete selbst den Schlag und begrüßte höflich dir Aussteigenden, von denen der Eine den Mantel dicht und verhüllend um sich geschlagen hielt. »Sie haben mein Billet bekommen, General,« sagte sein Begleiter, »und wir sind Ihnen sehr verbunden für Ihre Aufmerksamkeit. Ist unser Mann an Ort und Stelle?« »Er wartet seit einer halben Stunde.« »Ah, dann haben Sie wohl die Güte uns einzulassen und dafür Sorge zu tragen, daß wir unter