Chapter

Vorreden spart Nachreden

sagt ein gutes deutsches Sprüchwort, und es sollen daher den Dorfgeschichten ein paar einleitende Worte vorausgehen. Fern von ihrem Schauplatze sind diese Darstellungen aufgenommen und ausgeführt worden; der Leser möge beurtheilen, ob Standpunkt und Ton der richtige. Einerseits nicht mitten aus dem Bauernleben heraus, andrerseits nicht vom städtischen Gesichtspunkte befangen diese Lebensbilder vor Augen zu stellen, war mein Bestreben; so auch glaubte ich, sollten sowohl Städter als Landbürger sich ihnen mit Interesse zuwenden können. Die Eigenthümlichkeiten des Dialekts und der Redeweisen sind daher nur in so weit beibehalten, als das wesentliche Gepräge derselben damit dargethan wird. Ich habe mich fast immer als mündlich erzählend gedacht; die Ereignisse stehen als geschichtliche Thatsachen da. Daher mußte es kommen, daß hin und wieder manche Lebensregel und allgemeine Bemerkung eingestreut wurde. Ich habe absichtlich nicht in eine geschichtliche Vergangenheit zurückgegriffen, obgleich eine solche freieren Spielraum zu phantastischen Gebilden und zur Anlehnung an große Ereignisse geboten hätte; alle Seiten des jetzigen Bauernlebens sollten hier möglichst Gestalt gewinnen. Zunächst verfolge ich damit nicht die Tendenz, in irgend einem Bereiche Mißbräuche, Irrthümer und dergleichen abzustellen; ergibt sich eine solche Nothwendigkeit aus den vorliegenden Erzählungen, so wird mir

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