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Schach Lolo oder Das göttliche Recht der Gewalthaber

Regiert – darin stimmt alles überein – Regiert muß einmal nun die liebe Menschheit sein, Das ist gewiß! Allein – Quo Jure? und von wem? In diesen beiden Problemen sehen wir die Welt sich oft entzwein; Und schon zur Zeit der blinden Heiden (Als noch was Rechtens sei sich Krantor und Chrysipp Nach ewigen Gesetzen zu entscheiden Vermaßen) fand der Sohn des listigen Philipp, Man komme kürzer weg den Knoten zu zerschneiden. Gewöhnlich fing man damit an, Was Pyrrhus, Cäsar, Mithridates, Und Muhamed und Gengiskan, Und mancher der nicht gern genannt ist, auch getan: »Sich förderst in Besitz zu setzen.« Das Recht schleppt dann so gut es kann Sich hintendrein: das sind Subtilitates, Woran (man gönnt es ihnen gern) Die knasterbärtigen Doktoren sich ergetzen. Das Jus Divinum, liebe Herrn, Steht also, wie ihr seht, so feste Und fester als der Kaukasus: »Befiehlt wer kann, gehorcht wer muß«; Ein jeder spielt mit seinem Reste, Und – unser Herr Gott tut bei allem dem das Beste. »Ja« (sagt ihr), »aber daß ein Schach, Ein Narr, ein Kind, ein Nero, ein Caligel, Ein Elagabalus, die Zügel Des Schicksals führen soll?« – Und warum nicht? Regiert Nicht eine Windsbraut oft, und rührt In einen garst'gen Brei die liebe Welt zusammen, Setzt euch in einem Hui das größte Schloß in Flammen, Bricht Dämme durch, spült manchen schönen Ort Mit Jung und Alten weg, reißt Ufer, Wälder fort? Und alles das unleugbar

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