Chapter

Scala santa

Und doch, Kinder,« sagte der Major, »Ihr könnt mir's glauben, verdanke ich einem Geistlichen eines der schönsten und pikantesten Abenteuer meines Lebens. Wenn man vielleicht auch finden mag, es sei, für ein Abenteuer wenigstens, schlecht ausgegangen.« Da waren wir jungen Leutnants nun natürlich furchtbar neugierig, dieses Abenteuer kennen zu lernen, und der Major war auch keiner von denen, die sich beim vollen Glase lang bitten lassen, eine Geschichte zum besten zu geben. So erzählte er denn, und wir sassen andächtig an dem wackligen, runden Wirtshaustisch um ihn herum und lauschten. »Wie Ihr vielleicht wißt« – hub der Major an, nachdem er durch eine kleine Kunstpause die Aufmerksamkeit noch erhöht hatte – »wie Ihr vielleicht wißt, war ich als junger Offizier in Rom unserem Militärbevollmächtigten zugeteilt. Das war wohl eine herrliche Zeit. Zu tun hatte ich nur sehr wenig, außer abends fleißig- in Gesellschaften zu gehen und dort die Ehre unseres Vaterlandes und unseres Standes zu repräsentieren. So lief ich den größten Teil des Tages – in Zivil natürlich – in den Galerien und Kirchen herum und gaffte mir stundenlang die herrlichen Sachen an, die es dort gibt. Aber nicht nur Statuen und Säulen und Bilder und Vasen und tausend solcher Dinge sind dort haufenweise, sondern auch prächtige Weiber, lebendige Weiber, findet man dort allenthalben herumstehen. Und für die Weiber habe

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.