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Widmung und Vorwort

Dem berühmten Goethe, dem ersten der lebenden Autoren, der seinem Lande eine Literatur geschaffen, und die Europas verherrlicht hat, wagt ein Fremder eine Huldigung darzubringen, wie sie dem literarischen Vasallen gegenüber seinem Lehensherrn gebührt. Das unwürdige Product, welches der Verfasser Ihm zu widmen sich erlaubt, heißt Sardanapal. Indem ich die nachstehenden Tragödien Sardanapal erschien ursprünglich zugleich mit den beiden Foscari und Cain. der Oeffentlichkeit übergebe, habe ich nur zu wiederholen, daß sie entfernt nicht in der Absicht gedichtet wurden, dieselben auf die Bühne zu bringen. Bei einem Versuch, den die Theaterdirectoren mit einem meiner früheren Stücke machten, hat das Publikum bereits sein Urtheil gesprochen. Was meine eigenen Gefühle betrifft, so sage ich lieber nichts, da es scheint, daß sie doch für nichts eine Lanze brechen würden. Was die geschichtliche Grundlage dieser Gedichte anbelangt, so verweise ich den Leser auf die Anmerkungen. Der Verfasser hat bei dem einen Stücke versucht, die dramatische Einheit fest zu halten, bei dem andern, sich derselben möglichst zu nähern, da er der Ansicht ist, daß bei einer zu großen Abweichung hievon wol ein Gedicht, aber kein Drama bestehen kann. Er weiß, daß diese Ansicht unter den englischen Literaten dermalen, nicht populär ist; allein es ist ja kein erst von ihm erfundenes System, vielmehr nur eine

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