1.
»Die Achse hält den Weg noch zweimal aus«, schrie Paul, »macht nur den Riemen geschwind zurecht, daß wir fortkommen!« – »Ei, wenn er's besser versteht«, brummte der Schmied, »meinetwegen!« »Was gibts denn, Paul?« sagte ich, aus der Kalesche zurücksehend. – »Unnötigen Aufenthalt«, erwiderte Paul, »der Schaden könnte längst ausgebessert und wir schon auf der Station sein, wenn der wunderliche Mann nicht so viele Bedenklichkeiten hätte.« – »Nun, nun, wir haben so große Eile nicht«, sagte ich, indem ich aus dem Schlage stieg; »mach Er seine Sache fein ordentlich, Meister Schmied!« – »Das ist etwas anders!« hörte ich jetzt Paul brummen; »sonst währt dem Herrn gleich alles zu lange.« Ich ließ meinen Paul stehen und ging in den Hof der Dorfschenke, wo ich ein hübsches, ziemlich wohlgekleidetes Mädchen mit der Wirtin sprechen sah. Das Mädchen trug ein kleines Bündel unter dem Arme und schien ihren Weg, den sie dem Ansehen nach zu Fuß gemacht hatte, eben fortsetzen zu wollen. »In anderthalb Stunden«, hörte ich die Wirtin zu ihr sagen, »können Sie auf der Station sein; ob Sie aber den Postwagen noch antreffen werden, weiß ich nicht; er geht gewöhnlich früher durch.« – Das Mädchen erwiderte einige Worte, die ich nicht verstehen konnte, und kehrte sich dann mit dem Gesichte gegen mich. Ich war überrascht, denn jetzt erst sah ich, wie schön sie war. Mehrere junge Leute, die sich an einem