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Saly's Revolutionstage

Berlin, bei G. Reimer. 1828. Da hat der Landvogt Unrecht, sagte ich. Der Beamte schüttelte den Kopf und sprach: Guter Freund, man sollte heut zu Tage bedenken, was man redet! Die Einen lächelten, die Andern erschraken; alle aber schwiegen. Mir schien es eben so verächtlich, daß keiner von denen, die sonst die Mäuler immer zum Schmählen offen haben, sich jetzt vor dem Beamten ein Wort zu sagen getraute, als es mich nichts Gutes erwarten ließ, daß zu dieser Zeit jede schuldlose Rede in bedenklichem Sinne genommen werden sollte. Wer es nicht böse meint, sollte unter Seinesgleichen wohl die Wahrheit sagen dürfen, versetzte ich, und verließ die Gesellschaft. Unter Seinesgleichen? brummte mir der Beamte nach. In meinem Dorfe – es mag in anderen auch so seyn – gab es, die Lumpen* abgerechnet, von jeher drey Arten Leute. Die ersten waren Augendiener der Obern, größtentheils Beamte, Schreiber, Lehenleute und dergleichen. Diese zeigten sich mir nie sonderlich geneigt, weil ich keine Schulden bey ihnen machte; doch auch nicht gänzlich abgeneigt, weil ich vor ihnen immer den Hut abnahm. Die Andern waren die geheimen Räthe des Pfarrhauses, als Küster, Schulmeister, Hebammen und Scheinheilige. Diese haßten mich, weil der Pfarrer bisweilen über mich murrte; denn wo der Herr und Meister nicht segnet, da fluchen die Jünger. Der Pfarrer meinte es sonst ehrlich und gut, aber er äußerte manchmahl

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