Chapter

LXXXI. Was Herr Gérard fand, oder vielmehr nicht fand, als er nach Vanvres kam

Allein und zu dem melancholischen Trott zweier kreuzlahmer Pferde verdammt, stürzte sich Herr Gérard in ein Meer von Vermuthungen. Sein erster Gedanke war, zu Herrn Jackal zu eilen und Satisfaktion für den schlechten Spaß, den ihm sein Agent gespielt, von ihm zu fordern. Aber Herr Jackal schlug gewöhnlich, wenn er mit dem würdigen Herrn Gérard sprach, einen ungemein spöttischen Ton an, der diesem so unbehaglich zu Muthe machte, daß die Augenblicke, die er bei dem Chef der Sicherheitspolizei zubrachte, genau genommen, die peinlichsten seines Lebens waren. Und was für eine Rolle würde er spielen? Die eines maulenden Schulknaben, der einen seiner Kameraden bei dem Lehrer verklagt. Denn so weit auch Herr Gérard den Titel Kameraden in Beziehung auf Gibassier von sich abwies, er mußte sich dennoch gestehen, daß je ferner und weiter er ihn von sich werfe, desto schwerer würde er, gleich dem Felsen der Sisyphus, auf ihn herabfallen. Er war deßhalb nicht lange unentschlossen und kehrte nach Vanvres zurück. Er hatte Herrn Jackal am Tage vorher gesehen, und der Augenblick kam immer noch bald genug, Herrn Jackal wieder zu sehen, bei dem er, woran ihn Gibassier erinnerte, sich jede Woche zweimal zu melden hatte. Eine unbestimmte Unruhe sagte ihm ferner, daß er in Vanvres bedroht sei. So viel Schein auch die Gründe hatten, welche Gibassier genannt, Herr Gérard konnte doch nicht glauben, daß

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