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Salon Geisterberg

Das Schwalbennest von Balkon vor unserem Zimmer Nr. 49 im Hotel Albana bot immerhin zwischen zwei Hauswänden hindurch einen schmalen Durchblick auf den smaragdgrünen See von St. Moritz auf den Piz Rosatsch mit seinen grün bewaldeten, von Schneefeldern durchzogenen Abhängen und auf den in fleckenloser weißer Reinheit strahlenden Gipfel. Die Morgensonne hatte das St. Moritz-Tal bereits mit fast tropischer Hitze erfüllt. Mein seidener Schlafanzug war dieser Temperatur durchaus angemessen. Ich hatte das Fernglas eingestellt und erkannte ganz deutlich droben die Blockhütte an der Steilwand, in der sich der letzte Akt des goldenen Waschtisches, überreich an Ueberraschungen, abgespielt hatte. Kriminalkommissar Alarich Gepp war gestern abgereist, die Verbrecher waren nach Chur unterwegs, und die beiden Arndts und Blauveilchen genossen fraglos schon italienische Luft. »Ich würde dich bitten, deine Toilette zu beenden,« rief Harst mir aus dem Zimmer zu. »Ich habe Hunger.« »Ich auch ... Aber zwei zugleich können sich vor dem Spiegel unmöglich rasieren.« Als ich mich dann einseifte, sagte Harst unvermittelt: »Wie gefällt dir Frau Gilda Tomahsen? Würdest du als Ehemann eine Frau von so berückendem Charme allein reisen lassen?!« Frau Gilda aus Kopenhagen hatten wir gestern abend im überfüllten Speisesaal des Albana kennen gelernt: Tischgemeinschaft, erzwungen durch die Amerikanerinvasion,

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