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Von Tunis nach Fezzan

Gegen das Ende des Jahres 1862 hatten mich meine kranken Lungen auf die Nordküste von Afrika geführt. Ich hatte mich in Algerien, besonders in der Provinz Constantine, aufgehalten, war im folgenden Jahre aus Neugierde nach Tunis gekommen und hatte dort vollständige Genesung gefunden. Seit ich den klassischen Boden Tunisiens betreten hatte, vollzog sich der Verfall des so reich von der Natur ausgestatteten Ländchens mit betrübender Schnelligkeit. Unter einem gutmütigen Herrscher von betrügerischen Würdenträgern verwaltet, wurden die Einwohner auf das nichtswürdigste ausgebeutet; der Ackerbau minderte sich um fast das Zehnfache gegen früher; die Nomaden zogen sich in die Wüstengebiete des benachbarten Algeriens zurück, beraubten und bekämpften sich untereinander und vereinigten sich endlich gegen die Regierung. Im Jahre 1864 brach im Zentrum des Reiches eine Revolution aus, welche nahe daran war, der ganzen Dynastie ein Ende zu machen. Ich durchlebte sie von Anfang bis zu Ende im Innern des Landes mit dem Chef einer gegen die Empörer ausgesandten militärischen Kolonne, dem damaligen Minister des Innern, Sidi Rustam, der als tscherkessischer Mameluk im Knabenalter nach Tunis und zu hohen Ehren gekommen war. Trotz des Erfolges ging die Regierung geschwächt aus der Revolution hervor und eilte nur um so rastloser ihrem Untergange entgegen. Leider hob ihr Sieg für den Augenblick den

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